Vier Wochen China, ein Koffer und ein Kopf voller Ideen: Meine Zeit an der Xi’an Jiaotong-Liverpool University in Taicang war eine der intensivsten Erfahrungen meiner bisherigen Trainee-Zeit. Über ein Partnerprogramm der DHBW Mosbach mit der XJTLU habe ich mich für die Technopreneurship-Summer-School beworben, und mit der Unterstützung von TecAlliance ging es im Juli für vier Wochen nach China, zusammen mit über 120 Teilnehmenden aus rund 40 Ländern, sodass von Tag eins an eine richtig internationale Atmosphäre herrschte.
Aufgebaut war das Programm in vier Phasen. In der ersten Woche haben wir uns in Teams zusammengefunden und ein eigenes Projektthema entwickelt. In Woche zwei und drei konnte man sich dann zwischen drei Pathways entscheiden. Ich habe mich für “AI & Internet of Things” entschieden. Dort ging es unter anderem um Flugprinzipien und Programmierung von Drohnen inklusive eigener Flugsession, um IoT-Sensoren im Bereich Smart Healthcare sowie um KI-gestützte IoT-Anwendungen am Beispiel einer “Smart Library”, ergänzt durch den Besuch der Drohnenfirma Motian Technology, bei dem wir selbst industrielle Drohnen fliegen durften. In der vierten Woche kehrten alle Teams zu ihrer ursprünglichen Idee zurück, um sie mit dem neuen Wissen weiterzuentwickeln und für die finale Dream-Chaser-Competition vorzubereiten. Beim finalen Pitch haben wir dann als Team den dritten Platz beim Dream-Chaser-Wettbewerb geholt.
Auch abseits des Programms hatte der Campus einiges zu bieten, mit richtig modernen, neuen Sportanlagen wie Basketball‑, Fußball- und Volleyballfeldern sowie Badminton- und Tischtennismöglichkeiten, sodass nach einem langen Kurstag immer eine Gelegenheit da war, sich auszupowern und neue Leute kennenzulernen. Auch China selbst zu erleben, hat mich total begeistert. Taicang ist eine entspannte Campusstadt, aber schon nach 20 Zugminuten steht man mitten im Trubel von Shanghai, am Bund oder in der Nanjing Road. Am Wochenende ging es auch mal in die 600 Jahre alte Altstadt Shaxi, und an einem anderen Wochenende sind wir nach Hangzhou gefahren, um den West Lake und die berühmten Matcha-Felder in der Umgebung zu besuchen. Fasziniert hat mich, wie in China fast alles bargeldlos per QR-Code läuft. Das fühlt sich schon richtig zukünftig an. Zusammen mit dem Streetfood auf jeder Ecke und den Abenden mit Leuten aus der ganzen Welt haben diese vier Wochen China zu einem Ort gemacht, den ich so schnell nicht vergesse.













