Münd­li­che Prü­fung

Mei­ne münd­li­che Prü­fung hat­te ich (Ste­phan) am Frei­tag den 14.07. um 9:50. Da ich von Köln nach Heil­bronn fah­ren muss­te, bin ich be­reits am Don­ners­tag den 13.07. an­ge­reist. Dort wur­de ich dann von Da­ni­el Pa­ra­ke­n­ings am Heil­bron­ner Haupt­bahn­hof ab­ge­holt und check­ten dann an­schlie­ßend im Ho­tel „zur Post“ in Heil­bronn ein. Da es be­reits recht spät war, sind wir noch eine Klei­nig­keit im Bur­ger La­den „Bur­ger­he­art“ es­sen ge­gan­gen.

Am nächs­ten Mor­gen sind wir früh auf­ge­stan­den, um noch in Ruhe früh­stü­cken zu kön­nen, da Da­ni­el sei­ne Prä­sen­ta­ti­on und sein Fach­ge­spräch um 8:40 hat­te. Wir sind dann kurz vor 8 los­ge­fah­ren, da das IHK Zen­trum nicht sehr weit von un­se­rem Ho­tel ent­fernt lag und wir früh­zei­tig Vor­ort sein woll­ten.

Nach­dem wir vor dem Prü­fungs­raum stan­den, hat sich die War­te­zeit wie eine hal­be Ewig­keit an­ge­fühlt. Ich sel­ber war zu­nächst nicht ner­vös und habe ver­sucht nicht an mei­ne Prä­sen­ta­ti­on und das Fach­ge­spräch zu den­ken, doch umso wei­ter die Zeit vor­an­schritt, des­to in­ner­lich auf­ge­wühl­ter wur­de ich. Ich war eben­falls nicht mehr in der Lage ein Buch, das ich da­bei hat­te zu le­sen, mei­ne Ge­dan­ken über­schlu­gen sich förm­lich.

Als Da­ni­el dann mit sei­ner Prü­fung fer­tig war, wur­de ich kurz dar­auf rein­ge­be­ten, um al­les für mei­ne Prä­sen­ta­ti­on vor­zu­be­rei­ten. Da Da­ni­el vor­her prä­sen­tiert hat­te, ging dies recht schnell, ich muss­te le­dig­lich mei­nen Lap­top an­schlie­ßen, die Power­Point Prä­sen­ta­ti­on öff­nen und eine Me­ta­plan­wand vor­be­rei­ten. Wäh­rend der Vor­be­rei­tung habe ich be­reits Small­talk mit den drei Her­ren des Prü­fungs­aus­schus­ses ge­hal­ten, das hat mir auf je­den Fall ge­hol­fen mei­ne Ner­vo­si­tät zu be­kämp­fen. Nach­dem ich mit den Vor­be­rei­tun­gen fer­tig war, ging es auch di­rekt los mit der Prä­sen­ta­ti­on.

Durch das Üben der Prä­sen­ta­ti­on in der Fir­ma, konn­te ich Frei mei­ne Prä­sen­ta­ti­on hal­ten und auch der Me­di­en­bruch war die­ses Mal ge­nau­so wie ich es mir vor­ge­stellt habe. Ich habe aber ge­merkt, das ich zu schnell spre­che und so muss­te ich mich im­mer wie­der brem­sen. Als ich mit mei­ner Prä­sen­ta­ti­on fer­tig war ging es naht­los in das Fach­ge­spräch über. Im Fach­ge­spräch wur­de ich über Da­ten­ban­ken, Da­ten­schutz und Da­ten­si­cher­heit, so­wie Ver­schlüs­se­lung aus­ge­fragt. Der letz­te Prü­fer hat­te für die Prüf­lin­ge eine be­son­de­re Auf­ga­be, die­se konn­ten sich für A oder B ent­schei­den. Hin­ter Op­ti­on A steck­te ein Main­board und hin­ter Op­ti­on B eine Fest­plat­te (HDD), die­se soll­te man so aus­führ­lich wie mög­lich er­klä­ren und wur­de dann in die­sem Be­reich noch wei­ter ab­ge­fragt. Ich habe mich für Op­ti­on B ent­schie­den und habe be­gon­nen das In­nen­le­ben und die Funk­ti­on ei­ner Fest­plat­te so ge­nau und aus­führ­lich wie mög­lich zu er­klä­ren.

Das Fach­ge­spräch war nach 15 Mi­nu­ten zu Ende und ich wur­de raus­ge­be­ten. Nach knapp ei­ner Mi­nu­te wur­de ich wie­der rein­ge­be­ten, der Prü­fer be­grüß­te mich mit den Wor­ten, „Das war bei Ih­nen aber sehr ein­deu­tig“ und mir fiel zu­nächst das Herz in die Hose. Doch dann hielt mir der Prü­fer sei­ne Hand hin und be­glück­wünsch­te mich zur be­stan­de­nen Prü­fung. Ich muss sa­gen, die­ser Mo­ment fühl­te sich sehr sur­re­al an, die An­span­nung ver­fiel, aber an­statt mich laut­hals zu freu­en, blieb ich sehr tro­cken und dank­te ihm und sei­nen Kol­le­gen. Der Ab­bau des Bea­mers, Lap­tops und des Mo­de­ra­ti­ons­kof­fers war wie­der mit viel Small­talk ver­knüpft.

Da wir beim Zu­sam­men­pa­cken et­was im Prü­fungs­raum ver­ges­sen hat­te und be­reits der nächs­te Prüf­ling dort sei­ner münd­li­chen Prü­fung un­ter­zo­gen wur­de, ha­ben wir vor dem Raum ge­war­tet. Kur­ze Zeit spä­ter kam dann die Sach­be­ar­bei­te­rin, die sich um die Ein­tei­lung der münd­li­chen Prü­fun­gen küm­mert, vor­bei, da sie den Prü­fern et­was mit­tei­len woll­te. Da sie nun dort auch war­ten muss­te, ha­ben wir uns zu­nächst über all­ge­mei­ne The­men und spä­ter so­gar über Wei­ter­bil­dun­gen im Rah­men der IHK un­ter­hal­ten. Als der Prüf­ling fer­tig war hol­ten wir das ver­ges­se­ne Uten­sil aus dem Raum, ver­ab­schie­de­ten uns und fuh­ren mit ei­nem län­ge­ren Zwi­schen­stopp beim „Bur­ger King“ wie­der in Rich­tung Hei­mat.

Matthias F.

Ich bin Matthias, 22 Jahre alt. Meine Ausbildung zum IT-Systemkaufmann bei der TecAlliance GmbH habe ich im September 2015 begonnen. Seit dem konnte ich viel erleben und meine Wissen in sämtlichen Teilen der IT und dem Kaufmännischen Wesen verbessern.

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