Mat­thi­as in Tsche­chi­en Tag 3

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55cm Piz­za
Fir­men­ge­bäu­de Redhat
Ma­hen-Thea­ter Brünn
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Der zwei­te Ar­beits­tag be­gann wie auch der Ers­te. Zu­erst ein ge­mein­sa­mes Früh­stück, dann der Weg zur Schu­le. Da je­der noch sei­ne Auf­ga­ben von ges­tern kann­te, be­gan­nen wir so­gleich mit der Ar­beit. Das hat­te zur Fol­ge, dass sich zum ei­nen die Da­ten­bank lang­sam mit Fra­gen für das Spiel füll­te, zum an­de­ren mach­te das Spiel an sich gute Fort­schrit­te. Un­se­re Schaf­fens­freu­de wur­de nur von dem Mit­tag­essen und ei­ner tech­nisch be­ding­ten Zwangs­pau­se, die durch das über­las­te­te WLAN ver­ur­sacht wur­de, un­ter­bro­chen. Das hielt uns aber nicht da­von ab mit Elan wei­ter zu arbeiten.

Am frü­hen Nach­mit­tag mach­ten wir uns dann auf den Weg zum Soft­ware­haus “Red Hat”, das uns durch sei­ne jah­re­lan­ge Ar­beit im Be­reich Open Source ei­ni­ges zu die­sem The­ma wei­ter­ge­ben kann. Was wir dort er­fuh­ren, be­schränk­te sich je­doch nicht nur auf die klas­si­sche Be­zie­hung zwi­schen Open Source und Soft­ware, son­dern die Prä­sen­ta­ti­on be­inhal­te­te auch In­for­ma­tio­nen zu Open Source im Be­reich Hard­ware und so­gar der Me­di­zin. Bei letz­te­rem kön­nen Pa­ti­en­ten ih­ren ge­sund­heit­li­chen Zu­stand tei­len, um auch Mei­nun­gen von an­de­ren Ärz­ten oder auch Pa­ti­en­ten mit ähn­li­chen Krank­hei­ten zu erhalten.

Nach die­sem in­for­ma­ti­ons­rei­chen Vor­trag ka­men wir dann zum sport­li­chen Teil der Wo­che, denn wer Abends im­mer gut Es­sen geht muss sich auch mal ein biss­chen bewegen.

Das hieß dann für uns In­door Paint­ball. Al­ler­dings ohne Far­be, da das in Tsche­chi­en nur im Frei­en er­laubt ist. Das be­deu­te­te dann für uns, dass wir mit Gum­mi­bäl­len be­schos­sen wur­den. Also wur­de Paint­ball für uns im Prin­zip nur noch zu Pain­ball, da die­se Art von Ge­schos­sen noch­mal ei­ni­ges an zu­sätz­li­chem Schmerz mitbrachte.

Ge­spielt wur­de nun in zwei Mann­schaf­ten, in die­sem Fall ganz klas­sisch Deutsch­land ge­gen Tsche­chi­en, aus­ge­rüs­tet mit Mas­ken, tarn­far­be­nen Over­alls, Mar­kie­rern und für die et­was Ängst­li­chen un­ter uns auch eine Schutz­wes­te. Das Spiel­feld er­streck­te sich über zwei Stock­wer­ke, die wir je­doch nur in der letz­ten Run­de gleich­zei­tig be­spiel­ten. Je­des Team star­te­te auf ei­ner Sei­te des Spiel­fel­des, auch Ba­sis ge­nannt, und hat­te die Auf­ga­be in die geg­ne­ri­sche Ba­sis ein­zu­drin­gen, um ei­nen Knopf zu drü­cken, der die Run­de dann für das ei­ge­ne Team entschied.

Das Er­geb­nis wol­len wir an die­ser Stel­le auch nicht ver­schwei­gen, das deut­sche Team ging glor­reich mit 1 zu 4 un­ter. Ob das nun dar­an lag, dass un­se­re tsche­chi­schen Freun­de das schon mal ge­macht hat­ten, sie ein­fach tak­ti­scher vor­gin­gen oder ein­fach nur Glück hat­ten, wer­den wir wohl nie er­fah­ren. Für alle Teil­neh­mer ging es je­doch nicht zu schlimm aus. Die meis­ten hat­ten zwar am Ende ein paar blaue Fle­cken, doch brauch­ten wir kei­nen Kran­ken­wa­gen oder Arzt.

Als wir dann nach ei­ner kur­zen Nach­be­spre­chung bei der je­der von sei­nen Tref­fern, egal ob aus­ge­teilt oder ein­ge­steckt, er­zähl­te, aus­ein­an­der gin­gen, ver­ab­re­de­ten wir uns dann noch für den spä­te­ren Abend in der Innenstadt.

Nach ei­nem kur­zen Auf­ent­halt im Ho­tel und ei­ner wohl­tu­en­den Du­sche, ging der größ­te Teil der deut­schen De­le­ga­ti­on in ei­ner Piz­ze­ria es­sen. Die­se bot als Spe­zia­li­tät eine Piz­za mit 55 cm Durch­mes­ser an. Das ist un­ge­fähr ein vier­tel Qua­drat­me­ter. Zum Ver­gleich, ein han­dels­üb­li­ches Back­blech hat ein biss­chen mehr als die Hälf­te da­von. Also ge­nau das rich­ti­ge für uns nach die­sem an­stren­gen­den Tag.

Die net­te Kell­ne­rin vor Ort hat uns zwar dar­auf auf­merk­sam ge­macht, dass es sich da­bei um eine Fa­mi­li­en­piz­za han­delt, aber dar­auf ge­hört hat kei­ner. Selbst als sie dann ei­nen zwei­ten Tisch als An­bau konn­ten wir noch nicht glau­ben, was wir uns hier an­ge­tan ha­ben. Erst als die ers­te Piz­za kam und wir rea­li­sier­ten das das mit dem Tisch kein klei­ner Spaß war, den sich die Kell­ne­rin er­laubt hat­te, wuss­ten wir, dass das eine et­was län­ge­re Sit­zung wird.

Ich will das “Piz­za-Ge­met­zel” hier nun nicht wei­ter aus­füh­ren. Al­ler­dings wer­de ich so­viel ver­ra­ten, dass wir nun wis­sen wie viel ex­tra ein Piz­za­kar­ton für die Res­te kostet.

Mit vol­lem Bauch und ein biss­chen Reue über die­se Un­tat, trenn­te sich nun un­se­re klei­ne Grup­pe auf. Die ei­nen ku­gel­ten nun zu­rück ins Ho­tel, um ein biss­chen Ruhe für die Ver­dau­ung zu fin­den, der mu­ti­ge Teil be­gab sich in die In­nen­stadt, um sich noch auf ein paar Kalt­ge­trän­ke mit un­se­ren tsche­chi­schen Kol­le­gen zu treffen.

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